Penang - Insel mit einer Brücke ohne Ende
Der ehemalige britische Handelsposten George Town begrüßt Sie mit ganz viel Stil und der perfekten Umgebung für eine Entdeckungstour. Am besten mit dem Fahrradtaxi! Die sogenannten Trishaws sind das ideale Fortbewegungsmittel in den engen Gassen von Penangs Hauptstadt. Auf der Fahrt vorbei an zahllosen Straßenhändlern und historischen Gebäuden werden Sie sich wie in alten Zeiten fühlen. Und wie gut die für einige Seefahrer waren, erleben Sie im Baba-Nyonya-Heritage-Museum. In dem ehemaligen chinesischen Kapitänshaus spiegeln sich Reichtum und Lebensgewohnheiten besonders eindrucksvoll wider. Mehr als nur einen Stopp wert sind die zahlreichen Tempel der Insel, die von allen Besuchern nur barfuß betreten werden dürfen. Trotz vieler neuer Eindrücke sollten Sie also auf dem Rückweg an Ihre Schuhe denken.
Die Insel Penang liegt vor der Nordwestküste der malaysischen Halbinsel. Die „Perle des Orients“ ist eine der interessantesten und abwechslungsreichsten Inseln des Ostens und Malaysias beliebteste Destination. Da ist die Hauptstadt Georgetown voller Geschichte und der ellenlange Strand von Batu Ferringhi mit den schönen Hotels und dem weiten Blick aufs Meer. Pulau Penang, wie der korrekte Name lautet, besteht aus der Insel und einem Streifen Land auf dem Festland, Seberang Prai. Die Briten richteten hier bereits im Jahre 1786 einen der ersten Handelsposten in Fernost ein. Die Penang-Brücke verbindet die Insel Penang mit dem Festland und wurde offiziell am 15. September 1988 eröffnet. Die Brücke mit einer Länge von 13,5 Kilometer gehört zu den größten und schönsten der Welt und ist die meist fotografierte Sehenswürdigkeit der Region. Auf Penang erhebt sich mit 800 Meter Höhe der Penang Hill. Der bewaldete „Hausberg“ ist heute Wasserschutzgebiet und beliebtes Ausflugsziel. Lassen Sie sich von der Standseilbahn gemütlich hinaufbringen, bevor Ihnen Stadt und Hafen zu Füßen liegen. Der Name Penang stammt übrigens vom Betelnussbaum, der in Malaysia „Pining“ heißt und früher hier üppig wuchs.
Georgetown ist ein kontrastreicher Ort, wo sich die Tradition standhaft gegen die moderne Einwicklung wehrt. Die farbenfrohe und geschäftige Stadt liegt im nordöstlichen Teil der Insel. Mit ihren alten Geschäftshäusern verströmt sie hier eine starke chinesische Ausstrahlung. Überall werden traditionelle Speisen angeboten und es gibt Coffeeshops und Antiquitätenläden. Und auf dem Flohmarkt vermischen sich bei den hektischen Preisverhandlungen chinesische, malaiische und indische Sprachen zu einem unverständlichen Wirrwarr. Wenn Sie hier unterwegs sind, fühlen Sie sich unverhofft in eine längst vergessene Epoche versetzt: Enge Straßen voller Fahrrad-Trishaws und Händler, die ihre Waren auf der Straße anbieten wie in alten Zeiten.
Als die Vorväter der chinesischen Familie Khoo aus China nach Penang kamen, bauten sie das Khoo Kongsi-Klanhaus für ihre Familie. Das erste brannte im Jahre 1884 ab. Es heißt, als Strafe für seine täuschende Ähnlichkeit mit dem Kaiserpalast in Peking. Der 1902 eingeweihte jetzige Bau fiel bescheidener aus. Das dennoch sehr beeindruckende Gebäude besteht aus einer herrlichen Halle, verziert mit feinsten Ornamenten und Schnitzereien. Das Baba-Nyonya-Museum befindet sich in einem ehemaligen chinesischen Kapitänshaus. In diesem prachtvoll restaurierten Gebäude spiegeln sich der Reichtum und die Lebensgewohnheiten der wohlhabenden Seefahrer wider.
Der buddhistische Kek-Lok-Si-Tempel bei Air Hitam, einem südlichen Vorort von Georgetown, vereint eine faszinierende Mischung thailändischer und burmesischer Baustile. Der gesamte Tempelbezirk gehört zu den größten und schönsten in ganz Südostasien. Überragt wird das Areal von der 33 Meter hohen Pagode der zehntausend Buddhas. Der farbenprächtige Thai Buddhist-Tempel beherbergt den viertgrößten liegenden Buddha der Welt.
Einige Kilometer nördlich von Batu Ferringhi an der Bucht von Bahang, liegt die kleine, aber sehr interessante Schmetterlingsfarm. Über 100 Arten von Schmetterlingen und anderen Insekten leben hier in einer schön gestalteten Parklandschaft. Nicht weit von hier erfahren Sie im Batik-Zentrum wie auf Stoffen mittels Wachs und Tinte farbenfrohe Bildern entstehen. Wenn sie einen Spaziergang in die Natur vorziehen, sollten Sie in die üppige Pflanzenwelt des 30 Hektar großen Botanischen Gartens eintauchen. Die Vielfalt an tropischen Pflanzen und die schillernden Farben der Blumen sind atemberaubend. Mittendrin plätschert ein schöner Wasserfall, der geschickt in die Planung einbezogen wurde, als die Briten den Garten anlegten. Außerdem ist der Park bekannt für seine dicken und frechen Rhesusaffen. Eine der faszinierendsten Menschenaffenarten können Sie im Bukit-Merah-Laketown-Resort besuchen. Hier leben verletzte oder verwaiste Orang-Utans, die behutsam auf die Wiedereingliederung in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet werden. Beim Spaziergang auf den komplett vergitterten Wegen dürfen Sie sich einmal so fühlen, wie sonst die Affen ...
Oder Sie rüsten sich mit Badehose und Wanderschuhen zum Besuch des volkstümlich als Affenstrand bezeichneten Küstenabschnitts, der nur mit dem Motorboot oder auf einer Wanderung zu erreichen ist: Schwimmen, fischen, essen, ausruhen. Und den lebhaften Makaken bei ihren Kunststückchen unter den Schatten spendenden Blättern der Kokospalmen zuschauen. Man will gar nicht mehr zurück...
Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.
Daten & Fakten
Größe
Der malaysische Bundesstaat Penang besteht aus der Insel Penang und der früheren Provinz Wellesley auf dem gegenüberliegenden Festland mit 1.052 km² Fläche und 1,5 Millionen Einwohner). Die Hauptstadt ist Georgetown auf der Insel Penang (300.000 Einwohner).
Klima
Feuchtheißes Tropenklima mit Nordost- und Südwestmonsun und ganzjährigen Durchschnittstemperaturen von 27 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt meist über 80 %.
Politik
Konstitutionelle Wahlmonarchie und Parlamentarische Demokratie mit einem Zwei-Kammer-Parlament. Staatsoberhaupt ist der König von Malaysia.
Sprache
Malaysisch als Amtssprache, Englisch ist weit verbreitet, daneben chinesische und indische Sprachen.
Währung
Der malaysische Ringgit-Dollar (MYR) unterteilt sich in 100 Sen. 1 MYR entspricht ca. 0,20 Euro.
