Olbia / Sardinien - Idyllische Zeitreise in Italiens Vergangenheit.
Die alten Griechen waren der Meinung, dass die Form Sardiniens der eines Fußabdrucks ähnelt. Mit ein wenig Fantasie haben sie damit sogar recht gehabt. Vielleicht haben sie sich aber auch einfach von dem schönen Gefühl leiten lassen, das man hat, wenn man Fußabdrücke in feinem Sand hinterlässt – im Sand der Costa Smeralda! Badestrände wechseln sich mit schroffen Felsen ab und das Wasser schimmert wie ein Smaragd, der nur darauf wartet, von Ihnen entdeckt zu werden. Beim Spaziergang entlang der Küste fällt vor allem auf, dass nichts unangenehm auffällt. Fast die gesamte Region befindet sich seit den 60er-Jahren im Privatbesitz von Karim Aga Khan, wodurch Bausünden und Umweltzerstörung verhindert werden konnten. Das hat der Costa Smeralda ihre Urtümlichkeit bewahrt und sie sieht heute noch genauso aus wie früher. Freuen Sie sich auf ein ursprüngliches Italien!
Eine Küste, schimmernd wie ein Edelstein. Ein Tal, das eher auf den Mond passt. Ein Volk, das sich seine eigenwillige Sprache bewahrt hat. Und eine Berufsgruppe, die unter freiem Himmel Gelassenheit praktiziert. Widersprüche und Geheimnisse gehören zu Sardinien wie der Käse, der zu jedem Gericht serviert wird. Das italienische Eiland versteckt sein wildromantisches Hinterland vor dem Neuankömmling. Doch es lohnt sich, danach Ausschau zu halten.
Das Farbenspiel der nördlich von Olbia beginnenden Costa Smeralda mit ihren vielen kleinen smaragdfarbenen Badebuchten erleben Sie am besten bei einer Landschaftsfahrt entlang der zerklüfteten Küste. Abgelenkt wird der Blick erst im Dorf San Pantaleo, das von eindrucksvollen Granitfelsen umgeben ist. Nach diesem Naturschauspiel bietet die gekonnt in die Landschaft eingebundene Architektur der Ferienorte Baia Sardinia und Porto Cervo eine gelungene Abwechslung. Eine der schönsten Buchten an der Costa Smeralda ist die Cala di Volpe mit dem ältesten und berühmtesten Hotel der Insel.
Hotels gab es vor 3000 Jahren natürlich nicht, doch schon damals schichteten die Menschen fleißig Stein auf Stein. So entstanden mächtige Wehrtürme, die so genannten Nuraghen. Rund 7.000 dieser außergewöhnlichen Zeitzeugen aus Stein gibt es noch – mal mehr, mal weniger gut erhalten. In La Prisgiona haben Archäologen gleich ein ganzes Dorf aus der Bronzezeit freigelegt. Einst, da sind sie sicher, war es die größte Siedlung weit und breit. Wesentlich jüngeren Datums ist die Cantina Surrau – ein modernes und innovatives Weingut, das binnen kürzester Zeit Weine von internationaler Klasse hervorgebracht hat. Ob sie wirklich das Aroma Sardiniens in der Flasche eingefangen haben, müssen Sie probieren.
Die Korkeichen von Calangianus erinnern daran, dass auf Sardinien die Korkproduktion eine wichtige Rolle spielt. Im Bergdorf Aggius, grandios zwischen gezackten Gipfeln aus Granit gelegen, werden seit jeher besonders kunstvolle Teppiche gewebt. Das heimatkundliche Museo Etnografico „Oliva Carta Cannas“ widmet sich dieser Tradition und bietet gleichzeitig einen lohnenden Überblick über die sardische Kultur und Lebensart. Hinter Aggius beginnt im Tal des Mondes eine unwirkliche Landschaft mit den wie von Riesenhand verstreut wirkenden großen, runden Granitblöcken. Die glatte, fast gräulich-weiße Oberfläche dieser vom Wind gestalteten Steinskulpturen legt mit etwas Fantasie den Vergleich zur kargen Oberfläche des Mondes nahe.
Eher romantisch geht es mit dem liebevoll restaurierten, historischen Zug im Zuckeltempo durch das grüne Gallura-Gebiet. Endstation ist im altehrwürdigen Bahnhof von Tempio Pausania, dessen holzgetäfelte Wartehalle mit einem farbenprächtigen Fries geschmückt ist. Für die Ausgestaltung mit typischen Szenen aus dem Dorfleben bekam der sardische Künstler Giuseppe Biasi aus Sassari Ende der dreißiger Jahre gerade einmal 750 Lire. Die Kleinstadt am Fuße des Limbara-Gebirges fasziniert hauptsächlich mit der strengen, aber eleganten Bauweise ihrer Bürgerhäuser, die wie fast alles hier aus unverputztem Granit bestehen, der in der Nähe abgebaut wird.
Rein in den Landrover und los: Wenn Sie das üppig grüne Gebiet der Gallura lieber abseits der Schienenstraße erleben wollen, sind Sie dort besser aufgehoben. Die Zeitreise in die neolithische Vergangenheit mit Abstechern zum Nuraghe Albuccio und dem Gigantengrab von Coddu Vecciu rundet ein Besuch in der herrlich gelegenen Kirche von San Giacomo ab.
In der wilden Landschaft um Oliena entspringt die stärkste und zugleich schönste Quelle der Insel: Su Gologone. Vom versteckt gelegenen Hochtal von Lanaitto mit seinen turmhohen Felswänden führt ein alter Eselpfad, der früher von den Köhlern genutzt wurde, zum prähistorischen Dorf Sos Carros aus der Bronzezeit. Dieser Fußmarsch ist ein echtes Erlebnis, und bald können Sie einen atemberaubenden Blick in die Höhle Sa Oche werfen, deren Name übersetzt „Die Stimme“ bedeutet! Mittagessen gibt es unter freiem Himmel bei den Schäfern, die jeden Tag so nehmen, wie er kommt. Beneidenswerte Gelassenheit bei Wein und frischem Käse. Zum Nachtisch Wolkengucken mit einem Grashalm im Mundwinkel ...
Palau ist das Tor zum Nationalpark des Maddalena-Archipels. Dessen überwiegend unbewohnte Felseninseln waren einst Teil einer Landbrücke nach Korsika, heute bilden sie malerische Farbtupfer auf dem vielfältigen Blau des Meeres. Bei einem Bootstrip entlang an bizarr geformten Küsten mit verträumten Badebuchten und wunderschönen Stränden kommt ein Hauch von Karibik auf. Eine Badepause ist fest eingeplant, und zur Stärkung gibt es Pasta – was denn sonst? Auf der Hauptinsel La Maddalena mit der gleichnamigen Hauptstadt ist die Panoramafahrt auf der Küstenstraße ein Muss. Schließlich wartet hinter jeder Kurve eine neue Überraschung. Am Aussichtspunkt Guardia Vecchia gerät sogar Korsika in den Blick. Zurück im hübschen Stadtzentrum laden gemütliche Gassen und belebte Plätze wie die Piazza Garibaldi zum Schlendern ein.
Und einfach nur relaxen? Natürlich können Sie auch das auf Sardinien. Entspannung pur finden Sie am Bilderbuchstrand von La Cinta, wo auf fünf Kilometern Länge der strahlend weiße Sand zusammen mit dem beruhigenden Plätschern der Wellen alle Sinne auf Urlaub einstellt. Sardinien – so vielfältig wie kaum eine andere Insel im Mittelmeer.
Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.
Daten & Fakten
Größe
Die Insel im westlichen Mittelmeer erstreckt sich über 24.090 km², Nord-Süd-Ausdehnung 270 km, Ost-West-Ausdehnung 145 km. Auf ihr leben ca. 1,6 Millionen Menschen.
Klima
Anfang Juli bis Ende August haben bis zu 40 °C, mildeste Zeit ist der Früh- oder Spätsommer mit 20 bis 25 °C und lauen Winden. Im Sommer gibt es nahezu keinen Regen.
Politik
Die Republik Italien räumte Sardinien 1948 den Status einer autonomen Region ein.
Sprache
Italienisch ist die Amtssprache, die Bevölkerung spricht jedoch meist Sardisch.
Währung
Euro
